Biotopverbund Westwall – der Aachener Stadtwald

Zwar war der gesamte Wald Teil des Westwalls, dennoch wurden auch einzelne Panzersperren in Form einer Höckerlinie errichtet (Foto: Dr. M. Aletsee).

Teil eines grenzüberschreitenden Biotopverbunds
Der Aachener Wald, der auch „Öcher Bösch“ genannt wird, liegt südlich von Aachen und umfasst eine Fläche von mehr als 1.600 ha. Durch seine Nähe zur Großstadt Aachen wird er täglich von zahlreichen Naherholungssuchenden, wie Spaziergänger oder Freizeitsportler, aufgesucht. Zudem erfüllt der Aachener Wald als „grüne Lunge“ eine bedeutende Funktion hinsichtlich des Klimas und der Luftreinhaltung. Aufgrund der intensiven forstwirtschaftlichen Nutzung dominieren im Öcher Bösch vor allem standortfremde Nadelholzanpflanzungen und junge bis mittelalte Laubbaumbestände. Naturnahe Laubwaldbestände mit ökologisch wertvollem Alt- und Totholz sind nur noch kleinflächig vorhanden. Dennoch besitzt der Aachener Wald als Teil eines – auch grenzüberschreitenden – Biotopverbundes eine herausragende Bedeutung. So bietet er Lebensraum für zahlreiche wildlebende Tiere, wie beispielsweise Vögel wie Schwarzspecht, Waldkauz oder Waldlaubsänger, Fledermäuse, Dachs, Fuchs und Reh. Darüber hinaus wird der Wald auch als Wanderkorridor genutzt und dient so der Ausbreitung von Arten.

Reste von Westwall-Bauwerken
Wenige Relikte der jüngsten Historie erinnern an die Bedeutung des Aachener Waldes im zweiten Weltkrieg. Zwar war der gesamte Wald Teil des Westwalls, dennoch wurden auch einzelne Panzersperren in Form einer Höckerlinie errichtet. Darüber hinaus sind noch einzelne Bunker erhalten geblieben. Diese liegen an verschiedenen Stellen im Wald, wie etwa mitten im Wald am Revierweg.

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