Biotopverbund Westwall am Steppenberg, Aachen-Vaalserquartier

Die Gehölze bieten vielen Tieren einen Lebensraum und Nahrung (Foto: Dr. G. Maxam).

Auf dem rund 400 m langen und etwa 15 m breiten Abschnitt des Westwalls, der hier als sogenannte Höckerlinie gebaut wurde, hat sich ein dichtes Feldgehölz entwickelt. In dem Gehölz stocken mittelalte Bäume, wie Stieleiche, Rotbuche, Vogelkirsche und Weiden. In der stellenweise sehr dichten Strauchschicht haben sich zudem Arten wie Weißdorn, Haselnuss, Schwarzer Holunder, Pfaffenhütchen, Brombeere und Liguster angesiedelt. Die Bäume und Sträucher werden teilweise von rankenden Gewächsen wie Hopfen, Efeu und Waldrebe überwachsen. In der Krautschicht finden sich unter anderem Brennnessel, Klettenlabkraut und Wiesenbärenklau. Der störungsfreie Rückzugsraum wird von Insekten, Kleinsäugern und Vögeln, wie etwa Amseln, Rotkehlchen und Meisen genutzt. Zudem bietet das Feldgehölz ihnen Nahrung und einen Raum für die Fortpflanzung.

Der dichte und artenreiche Gehölzstreifen liegt inmitten von Ackerflächen. Er verläuft zwischen dem südlichen Ende der Siedlung Steppenberg und der Güterverkehrslinie, die vom belgischen Tongeren zum Aachener Westbahnhof führt. Der südliche Abschnitt des Feldgehölzes wird zudem vom Gemmenicher Weg und vom Dorbach gequert. Sowohl die Bahnlinie als auch die Straße und das Gewässer werden von zahlreichen Gehölzen und Hecken begleitet. Zusammen mit weiteren Gehölzstreifen, die sich daran anschließen, gehört das Feldgehölz auf dem Westwall zu einem Biotopverbund, der sich bis zum Aachener Waldgebiet „Friedrich“ erstreckt.

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