Projekte

Biotopverbund im Westen – der Westwall

Der Westwall, der vor dem zweiten Weltkrieges errichtet wurde, ist auch im Aachener Stadtgebiet noch teilweise erhalten. Die ungenutzten Bauwerke haben sich im Laufe der Zeit zu einem wertvollen Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten entwickelt.

Ziel:

Ziel ist es, die vorhandenen Westwallstrukturen insbesondere die sogenannte Höckerlinie als Biotopnetzwerk und Rückzugsraum für die heimische Fauna und Flora aufzuwerten. Das Projekt wird vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) gefördert.

Projekte

Maßnahmen:

In dem Projekt „Biotopverbund im Westen – der Westwall“ sollen in einem ersten Schritt die noch vorhandenen Strukturen des Westwalls im Untersuchungsgebiet detailliert erfasst und darauf basierend eine digitale Karte erstellt werden. Anschließend soll die dort vorkommende Fauna und Flora sowie Biotope ermittelt werden. Aus der Beschaffenheit der verbliebenen Strukturen des Westwalls kann unter Berücksichtigung der faunistischen und floristischen Daten die Eignung als Biotopverbund abgeleitet werden. Gleichzeitig werden Möglichkeiten zur Aufwertung des Westwalls als Lebensraum und Biotopnetzwerk erarbeitet.

Streuobstwiesenschutz

Streuobstwiesenschutz

Obstwiesen aus hochstämmigen Obstbäumen sind wichtige historisch gewachsene Elemente unserer Kulturlandschaft. Sie sind für das Landschaftsbild, für den Biotop- und Artenschutz als auch für den Erhalt alter lokaler Obstsorten von herausragender Bedeutung. Durch Überalterung und ausbleibender Pflege sind sie zurzeit in der Stadt Aachen akut bedroht. Ein Obstwiesenkataster soll Daten über den aktuellen Bestand liefern und Grundlage für ein zukünftiges Schutzkonzept sein.

Ein Projekt der NABU-Naturschutzstation Aachen und des NABU-Stadtverbandes Aachen e.V.

Steinkauzerfassung und -schutz

Steinkauzerfassung und -schutz

Steinkauz (Athene noctua) – Steckbrief (Aletsee M.)-

Kennzeichen und Verhalten: Der Steinkauz ist im Rheinland unsere kleinste Eulenart. Grundfarbe braun, hell gesprenkelt. Augen gelb. Ruf: ein helles durchdringendes „kwiu“. Vorwiegend dämmerungs- aber z.T. auch tagaktiv. Ansitzjäger. Reviergröße 10 – 40 ha.

Biotopwahl und Nahrung:
Er besiedelt vorwiegend alte Streuobstbestände und extensiv genutzte Weiden mit Kopfbäumen und Schneitelbuchen. Hier findet er sowohl ausreichend Nahrung als auch geeignete Bruthöhlen. Als Brutplatz werden neben natürlichen Baumhöhlen auch entsprechende Brutmöglichkeiten in alten Gemäuern oder auch künstliche Röhren angenommen. Als Nahrung bevorzugt der Steinkauz Kleinsäuger (Mäuse). Er erbeutet aber auch Kleinvögel, Insekten und sogar Regenwürmer. Als Endglied der Nahrungskette ist der Steinkauz ein hervorragender Indikator der strukturierten, extensiv genutzten Kulturlandschaft.