Feldvogelschutz

Kiebitz. Foto: NABU/Thorsten Krüger

Feldvögel

Die Feldvögel (Acker- und Wiesenvögel) sind die am meisten gefährdete Artengruppe innerhalb der mitteleuropäischen Vogelfauna – sie finden sich überproportional häufig in der Roten Liste wieder. Wie zahlreiche Untersuchungen belegen, ist der Niedergang der Feldvögel der Wiesen- und Ackerlandschaften in unmittelbaren Zusammenhang mit der Intensivierung der Landwirtschaft zu bringen.

Der Verlust von Hecken, Baumgruppen, Brachflächen und Feldrainen, die Zunahme des Energiepflanzenanbaus (Mais- und Rapsanbau) und der weiter zunehmende Einsatz von Pflanzenschutzmitteln tragen wesentlich dazu bei. Riesige Flächen mit blühendem Raps sind zwar zunächst hübsch anzusehen, stehen Rebhuhn, Feldlerche und den anderen Vögeln der Agrarlandschaft als Brutrevier und zur Nahrungssuche aber nicht zur Verfügung. Die dichte Vegetation und intensiver Pflanzenschutzmitteleinsatz verhindern dies.

Dabei könnte man zumindest die Situation für die Vögel der Ackerlebensräume durch einfache Maßnahmen verbessern – wie die Anlage von Stilllegungsflächen, Hecken, Ackerrandstreifen und Blühflächen. Auch der Verzicht auf den Umbruch der Felder unmittelbar nach der Ernte und die deutliche Reduzierung der Pflanzenschutzmittel, allen voran Roundup (Glyphosat) und eine ausgewogene Fruchtfolge wären wichtige Schritte, um der Artenvielfalt wieder eine Chance zu geben.