Bundesumweltministerin Schulze überreicht Förderbescheid LIBA

Im Rahmen ihrer Sommerreise überreichte Bundesumweltministerin Svenja Schulze am Montagabend der NABU-Naturschutzstation Aachen den Förderbescheid für das Projekt LIBA – Leitfaden für die Insektenförderung durch Blühstreifen im Ackerland. Das Projekt wird vom Bundesumweltministerium und dem Bundesamt für Naturschutz im Bundesprogramm Biologische Vielfalt mit rund 360.000 Euro gefördert.

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Bundesumweltministerin Svenja Schulze überreicht der NABU-Naturschutzstation Aachen den Förderbescheids zum LIBA-Projekt. v. l. n. r.: Dr. Manfred Aletsee (Leiter NABU-Naturschutzstation Aachen), Julian Lüdemann (Mitarbeiter Naturschutzstation und Projektleiter), Jochen Schumacher (1. Vorsitzender der Naturschutzstation), Svenja Schulze (Bundesumweltministerin), Volker Gauchel (Biolandwirt aus Aachen und Kooperationspartner des Projekts). Bild: BMU – Sebastian Baensch

Das Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines bundesweit gültigen Leitfadens, der es Landwirten ermöglicht, auf unkompliziertem Wege Förderungen für die Anlage von naturschutzfachlich hochwertigen Blühstreifen zu erhalten. Auf diese Weise soll ein Netzwerk von insektenfreundlichen Blühstreifen in der Agrarlandschaft entstehen, um dem Insektensterben entgegenzuwirken. Darüber hinaus soll der Leitfaden dazu beitragen, dass sich Landwirte und Endverbraucher stärker für den Schutz der Biodiversität engagieren, die Öffentlichkeit für den Themenkomplex „Biodiversität in der Landwirtschaft“ sensibilisiert wird und die Attraktivität der zumeist intensiv genutzten Agrarlandschaft gesteigert wird. Ein Maßnahmen- und ein Finanzierungskonzept, die in der Modellregion Aachen über sechs Jahre erprobt und optimiert werden, bilden dabei das Fundament.

Dem seit Jahren zu beobachtenden Rückgang der Insekten soll mit diesem innovativen Modellprojekt entgegengewirkt werden. Zu diesem Zweck engagieren sich in der Modellregion Aachen Landwirte und Direktvermarkter, Gewerbetreibende und Endverbraucher in enger Kooperation mit der NABU-Naturschutzstation Aachen.

Kleiner Fuchs (Aglais urticae) auf Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare). Bild: Julian Lüdemann

Eine wesentliche Voraussetzung für eine solche Kooperation ist die Motivation der lokalen Landwirte und Landwirtinnen. Mit Volker Gauchel, einem Biolandwirt mit umfangreichen Ackerflächen und guten Kontakten zu den hiesigen Ackerbauern, hat die Naturschutzstation dabei einen solide ersten Koopüerationspartner gefunden. Zeitgleich zu der Projetidee (LIBA), hat er das Projekt „Blütenparadies“ aufgebaut, welches im Kern das gleiche Ziel verfolgt und eine entscheidende Quelle für die Entwicklung unseres Leitfadens darstellt.

Weitere Informationen zum LIBA-Projekt finden Sie hier.